S2k-Leitlinie zur Myasthenie
S2k-Leitlinie zur Myasthenie – Fortschritte in Diagnostik und Therapie
Die Behandlung myasthener Syndrome, insbesondere der Myasthenia gravis, hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Neue Therapieansätze und innovative Wirkstoffe haben die Behandlungsoptionen deutlich erweitert. Dadurch konnten sowohl die Krankheitskontrolle als auch die Lebensqualität vieler Betroffener spürbar verbessert werden. Diese Entwicklungen sind nun in der neuen S2k-Leitlinie zur Myasthenie, genauer gesagt zur Diagnostik und Therapie myasthener Syndrome, systematisch zusammengefasst. Die Leitlinie ist seit dem 12.11.2024 verfügbar.
Die aktualisierte S2k-Leitlinie zur Myasthenie berücksichtigt insbesondere die Fortschritte im Bereich der Immuntherapien sowie neuer Wirkstoffe. Ziel ist es, gezieltere und individuell angepasste Behandlungsstrategien zu ermöglichen. Neben der etablierten MGFA-Klassifikation (Myasthenia Gravis Foundation of America) unterscheidet die Leitlinie erstmals klar zwischen einer milden beziehungsweise moderaten und einer (hoch-)aktiven Erkrankung. Durch diese Differenzierung lassen sich Therapien besser auf die Krankheitsaktivität und die jeweilige Lebenssituation der Patientinnen und Patienten abstimmen.
Warum ist die S2k-Leitlinie zur Myasthenie so wichtig?
Die S2k-Leitlinie dient Ärztinnen und Ärzten als zentrales Nachschlagewerk. Sie bietet eine fundierte Orientierung bei der Diagnosestellung und unterstützt die Auswahl geeigneter Therapien sowie individueller Behandlungswege. Gleichzeitig profitieren auch Patientinnen und Patienten davon, sich mit den Inhalten der Leitlinie vertraut zu machen. Denn ein gutes Verständnis der Erkrankung und der verfügbaren Therapieoptionen erleichtert die gemeinsame Festlegung realistischer Therapieziele.
Zu diesen Zielen zählen insbesondere:
eine optimale Krankheitskontrolle
die Wiederherstellung und Erhaltung der Lebensqualität
Bedeutung für die Versorgung von Myasthenie-Patienten
Die Verankerung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in der S2k-Leitlinie zur Myasthenie stellt einen wichtigen Meilenstein für die Versorgung von Menschen mit myasthenen Syndromen dar. Sie stärkt die Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen und Ärzten sowie Patientinnen und Patienten und schafft die Grundlage für maßgeschneiderte, individuelle Therapiekonzepte.
Wir laden alle Interessierten ein, die S2k-Leitlinie zur Myasthenie zu nutzen und von den aktuellen Empfehlungen und Fortschritten zu profitieren.
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