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Deutsche Myasthenie Gesellschaft e.V.

Myasthenia gravis: Die Erkrankung verstehen

Die Myasthenia gravis ist eine seltene, chronische Autoimmunerkrankung, bei der die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel gestört ist. Durch eine Fehlreaktion des Immunsystems blockieren oder schädigen körpereigene Abwehrstoffe (Antikörper) die Kontaktstellen am Muskel. Das führt zu einer charakteristischen, belastungsabhängigen Muskelschwäche, die sich nach Ruhepausen meist wieder bessert.

Typische Symptome sind herabhängende Augenlider, Doppelbilder sowie Schwierigkeiten beim Sprechen, Schlucken oder Gehen. Die Beschwerden verstärken sich bei körperlicher Anstrengung, im Tagesverlauf oder unter Stress und können von Tag zu Tag stark schwanken.

Beginn und Häufigkeit

Menschen jeden Alters und Geschlechts können erkranken. Dabei liegt ein erster Häufigkeitsgipfel zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr und ein zweiter zwischen dem 60. und 75. Lebensjahr. Frauen dominieren in der jüngeren Altersgruppe, Männer in der älteren. Selten tritt die Erkrankung bereits im Kindes- und Jugendalter auf.  Es besteht keine Ansteckungsgefahr und die Vererbbarkeit ist sehr selten.

Die Myasthenia gravis ist eine seltene Erkrankung. Man schätzt die Häufigkeit auf 100–200 pro 1 Mio. Einwohner.

Verlauf und Heilungsaussichten

Die Erkrankung ist chronisch und nach heutigem Stand nicht heilbar, kann aber in vielen Fällen so behandelt werden, dass ein weitgehend normales Alltagsleben möglich ist. Da der Verlauf bei jedem Betroffenen individuell spezifisch ist, erfordert die Erkrankung eine maßgeschneiderte Begleitung.

Ziel der Therapie ist es, die Symptome zu kontrollieren, Krisen zu vermeiden und die Lebensqualität sowie Berufsfähigkeit möglichst lange zu erhalten. Dabei ist eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Patient*in und Behandlerteam entscheidend.

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