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Deutsche Myasthenie Gesellschaft e.V.

Rentenversicherungsbericht 2025: Aktuelle Informationen für Menschen mit myasthenen Syndromen

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ist eine zentrale Institution der Bundesregierung, die sich mit Themen wie Arbeit, Rente und sozialer Sicherung befasst. Jedes Jahr veröffentlicht das BMAS den Rentenversicherungsbericht, der die finanzielle Lage und die voraussichtliche Entwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung für die kommenden 15 Jahre darstellt. Am 19. November 2025 hat das Bundeskabinett den aktuellen Rentenversicherungsbericht 2025 beschlossen.

Wichtige Ergebnisse des Berichts:

Der Bericht zeigt, dass die Nachhaltigkeitsrücklage der Rentenversicherung Ende 2025 voraussichtlich rund 41,5 Milliarden Euro betragen wird, was etwa 1,39 Monatsausgaben entspricht. Diese Rücklage ist höher als in früheren Schätzungen angenommen, hauptsächlich aufgrund der guten Entwicklung der Beitragseinnahmen im Jahr 2025.

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung, der aktuell bei 18,6 Prozent liegt, soll nach den neuen Berechnungen bis einschließlich 2027 stabil bleiben. Frühere Prognosen hatten bereits für 2027 einen Anstieg erwartet, der nun korrigiert wurde.

Hinsichtlich der Rentenentwicklung prognostiziert der Bericht, dass die Renten bis zum Jahr 2039 insgesamt um gut 45 Prozent steigen werden, was einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von etwa 2,8 Prozent entspricht. Diese Zahlen basieren auf Modellrechnungen und können von der tatsächlichen Entwicklung abweichen.

Das Sicherungsniveau vor Steuern, das das Verhältnis einer Standardrente zum Durchschnittseinkommen darstellt, liegt derzeit bei 48 Prozent. Es soll aufgrund der im Rentenpaket 2025 vorgesehenen Haltelinie bis 2031 auf diesem Wert stabil bleiben. Nach dem Auslaufen dieser Haltelinie wird ein Absinken auf etwa 46,3 Prozent bis zum Jahr 2039 prognostiziert.

Bedeutung für Menschen mit myasthenen Syndromen:

Für Betroffene von myasthenen Syndromen sind diese Informationen relevant, da sie Einblicke in die Stabilität des Rentensystems geben, das auch Erwerbsminderungs- und Altersrenten absichert. Die aktuelle Stabilität der Nachhaltigkeitsrücklage und des Beitragssatzes kann eine gewisse Planungssicherheit bieten. Die prognostizierte Rentenentwicklung und das Sicherungsniveau sind wichtige Faktoren für die langfristige finanzielle Absicherung.

Es ist jedoch zu beachten, dass die persönliche Situation von individuellen Faktoren abhängt. Bei Fragen zur Erwerbsminderungsrente, zum Übergang in den Ruhestand oder zu anderen sozialrechtlichen Themen ist eine individuelle Beratung empfehlenswert. Hierfür stehen

als Anlaufstellen zur Verfügung.

Quellen:

Pressemitteilung des BMAS: „Bundeskabinett beschließt Rentenversicherungsbericht 2025“
Übersichtsseite des BMAS: „Rentenversicherungsbericht / Alterssicherungsbericht“